Valer Barna-Sabadus (Serse), Torben Jürgens (Ariodate) | (c) Hans Jörg Michel
Xerxes
Georg Friedrich Händel
Opernhaus Düsseldorf
Sonntag, 03. Februar 2013
15:00 - 18:30 Uhr
Dauer: ca.3 ½ Stunden, eine Pause
16,80 - 75,10 € Abo.+19
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Dauer: ca.3 ½ Stunden, eine Pause
Xerxes – der Name bedeutet „Herrschend über Helden“. Doch die Macht des persischen Großkönigs und ägyptischen Pharaos war spätestens seit der Niederlage gegen die Griechen in der Seeschlacht bei Salamis 480 v. Chr. stark angeschlagen. Auch in der Oper von Georg Friedrich Händel (1685-1759) ist Serse (so die italianisierte Namensform) keineswegs von staatsführender Natur. In der Eröffnungsszene erlebt man ihn träumend unter einer Platane liegend, wo er sich mit dem berühmten „Ombra mai fù“ seinen Gefühlen hingibt. Wie in Barockopern üblich muss der Kriegsheld nicht kämpfen, sondern verliebt sich stattdessen in eine Frau, die er nicht bekommen kann. Die schöne Romilda ist seinem Bruder Arsamene treu und verweigert dem König ihre Gunst. Er verstößt ihretwegen die ihm ergebene Amastre, verbannt Arsamene und wird sich mit Romildas Vater über eine Hochzeit handelseinig – und doch bleibt ihm am Schluss nichts anderes übrig, als reumütig zu Amastre zurückzukehren, während Arsamene sich seiner Romilda endgültig sicher sein darf.

Es ist eine böse Komödie, die Händel als eines seiner letzten Opernwerke 1738 für das King’s Theatre Haymarket in London komponiert hat. Ständig am Rande der Tragik kippen die Situationen immer wieder ins Komische ab, weil sich ein Verliebter nicht von seinen Eifersuchtsobsessionen befreien kann, ein Vater fälschlich die Tochter mit dem richtigen Brautwerber verbindet und seine Majestät, der König, schließlich als Betrüger dasteht. Dass Händels Musik dieses Changieren nicht nur unterstützt, sondern virtuos hervorkehrt, irritierte die Zeitgenossen, sicherte der Oper später jedoch eine Vorrangstellung in Händels Operngesamtwerk.

Stefan Herheim, der 2007 für seine Inszenierung von Mozarts „Don Giovanni“ am Aalto-Theater Essen von der Zeitschrift Opernwelt zum „Regisseur des Jahres“ gekürt wurde und seither erfolgreich bis in die Opernszenen von Bayreuth, Salzburg, Brüssel, London und Amsterdam vorgedrungen ist, inszeniert diese Barockoper, die als Koproduktion mit der Komischen Oper Berlin an der Deutschen Oper am Rhein gezeigt wird.


In Koproduktion mit der Komischen Oper Berlin
 
***
Dramma per musica in drei Akten
Libretto nach Niccolò Minato und Silvio Stampiglia
Deutsche Übersetzung von Eberhard Schmidt
In der Einrichtung von Stefan Herheim

 
In deutscher Sprache
 

Musikalische Leitung Konrad Junghänel
Inszenierung Stefan Herheim
Szenische Einstudierung Annette Weber, Stefan Herheim
Bühne Heike Scheele
Kostüme Gesine Völlm
Licht Franck Evin, Stefan Herheim, Johannes F. Scherfling
Chorleitung Christoph Kurig
Dramaturgie Alexander Meier-Dörzenbach
 
Xerxes Valer Sabadus
Arsamenes Terry Wey
Amastris Katarina Bradic
Ariodates Torben Jürgens
Romilda Heidi Elisabeth Meier
Atalanta Anke Krabbe
Elviro Hagen Matzeit
Chor Chor der Deutschen Oper am Rhein
Orchester Neue Düsseldorfer Hofmusik
 

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