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Carmen
Georges Bizet
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Dauer: ca. 2 ¾ Stunden, eine Pause
Auch wenn Georges Bizets (1838–1875) „Carmen“ bei ihrer Uraufführung am 3. März 1875 – drei Monate vor dem Tode des Komponisten – beim Pariser Publikum einen Skandal provozierte, entwickelte sie sich sehr bald zu einer der weltweit meistgespielten Opern. Bereits 1905 fand in Paris die tausendste Aufführung statt, und die schillernde Hauptfigur gilt bis heute als die Inkarnation des Männertraums schlechthin.
Prosper Mérimées 1845 veröffentlichte „Carmen“-Novelle brachte einen neuen Frauentyp in die zivilisierte Metropole Paris. Als Zigeunerin war Carmen mit ihrer wilden exotischen Schönheit das ideale Lustobjekt. Zugleich nimmt sie sich aber auch eine Freiheit zur Selbstbestimmung, die sich im 19. Jahrhundert nur Männer leisteten. Genau darin liegt ihr Reiz, aber auch ihr Verbrechen in den Augen der Gesellschaft – und der Grund für ihre Ablehnung bei der Premiere. In Bizets Oper kann Carmen ihre Lebensphilosophie auf der Bühne offen ausleben. Was sie unter Liebe versteht, lässt sie bereits in der Habanera hören: die uneingeschränkte Freiheit der Gefühle, totale Freiheit auch von moralischen Bindungen. Das ist schließlich Carmens Verhängnis, sie verlangt, mit Liebe und Beziehung liberal umzugehen, wozu Don José nicht in der Lage ist – von rasender Eifersucht getrieben bringt er seine mit dem Stierkämpfer Escamillo anbandelnde Geliebte um.
Im an die Bildwelten des spanischen Malers Francisco Goya gemahnenden Bühnenbild von Rifail Ajdarpasic arbeitete Regisseur Carlos Wagner in seiner im Januar 2011 an der Opéra National de Lorraine gefeierten Inszenierung die Freiheitsliebe Carmens und ihre Faszination für den mit ihr überforderten Sergeant Don José in düster-poetischen Bildern heraus. Die Fachzeitschrift Classique News schrieb über das große Finale: „Das letzte Bild ist unvergesslich und beweist den flammenden Einfallsreichtum eines großen Regisseurs, zwischen Wirklichkeit und Sehnsucht, Poesie und Expressionismus, Schatten und Licht.“
***
Georges Bizet
CARMEN
Opéra comique in vier Akten
Libretto von Henri Meilhac und Ludovic Halévy nach Mérimée
In französischer Sprache mit deutschen Übertiteln
Musikalische Leitung Christoph Altstaedt
Inszenierung Carlos Wagner
Bühne Rifail Ajdarpasic
Kostüme Patrick Dutertre
Licht Fabrice Kebour
Chorleitung Gerhard Michalski
Choreographie Ana Garcia
Don José Sergej Khomov
Escamillo Tomasz Konieczny
Remendado Johannes Preißinger
Dancaïro Daniel Djambazian
Zuniga Adam Palka
Moralès Dmitri Vargin
Carmen Isabelle Druet
Micaëla Anke Krabbe
Frasquita Alma Sadé
Mercédès Theresa Kronthaler
Tänzerin Sara Blasco Gutiérrez, Michèle Lama, Carmen Mar Canas Salvador, Irina Castillo
Tänzer Joeri Burger, Alexeider Abad Gonzales, Michael Schuldt, Jonas Tilly, Victor Villarreal
Leitung Kinderchor Justine Wanat
Chor Chor der Deutschen Oper am Rhein
Kinderchor Düsseldorfer Mädchenchor
Orchester Duisburger Philharmoniker
Prosper Mérimées 1845 veröffentlichte „Carmen“-Novelle brachte einen neuen Frauentyp in die zivilisierte Metropole Paris. Als Zigeunerin war Carmen mit ihrer wilden exotischen Schönheit das ideale Lustobjekt. Zugleich nimmt sie sich aber auch eine Freiheit zur Selbstbestimmung, die sich im 19. Jahrhundert nur Männer leisteten. Genau darin liegt ihr Reiz, aber auch ihr Verbrechen in den Augen der Gesellschaft – und der Grund für ihre Ablehnung bei der Premiere. In Bizets Oper kann Carmen ihre Lebensphilosophie auf der Bühne offen ausleben. Was sie unter Liebe versteht, lässt sie bereits in der Habanera hören: die uneingeschränkte Freiheit der Gefühle, totale Freiheit auch von moralischen Bindungen. Das ist schließlich Carmens Verhängnis, sie verlangt, mit Liebe und Beziehung liberal umzugehen, wozu Don José nicht in der Lage ist – von rasender Eifersucht getrieben bringt er seine mit dem Stierkämpfer Escamillo anbandelnde Geliebte um.
Im an die Bildwelten des spanischen Malers Francisco Goya gemahnenden Bühnenbild von Rifail Ajdarpasic arbeitete Regisseur Carlos Wagner in seiner im Januar 2011 an der Opéra National de Lorraine gefeierten Inszenierung die Freiheitsliebe Carmens und ihre Faszination für den mit ihr überforderten Sergeant Don José in düster-poetischen Bildern heraus. Die Fachzeitschrift Classique News schrieb über das große Finale: „Das letzte Bild ist unvergesslich und beweist den flammenden Einfallsreichtum eines großen Regisseurs, zwischen Wirklichkeit und Sehnsucht, Poesie und Expressionismus, Schatten und Licht.“
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Georges Bizet
CARMEN
Opéra comique in vier Akten
Libretto von Henri Meilhac und Ludovic Halévy nach Mérimée
In französischer Sprache mit deutschen Übertiteln
Musikalische Leitung Christoph Altstaedt
Inszenierung Carlos Wagner
Bühne Rifail Ajdarpasic
Kostüme Patrick Dutertre
Licht Fabrice Kebour
Chorleitung Gerhard Michalski
Choreographie Ana Garcia
Don José Sergej Khomov
Escamillo Tomasz Konieczny
Remendado Johannes Preißinger
Dancaïro Daniel Djambazian
Zuniga Adam Palka
Moralès Dmitri Vargin
Carmen Isabelle Druet
Micaëla Anke Krabbe
Frasquita Alma Sadé
Mercédès Theresa Kronthaler
Tänzerin Sara Blasco Gutiérrez, Michèle Lama, Carmen Mar Canas Salvador, Irina Castillo
Tänzer Joeri Burger, Alexeider Abad Gonzales, Michael Schuldt, Jonas Tilly, Victor Villarreal
Leitung Kinderchor Justine Wanat
Chor Chor der Deutschen Oper am Rhein
Kinderchor Düsseldorfer Mädchenchor
Orchester Duisburger Philharmoniker

















