Günes Gürle, Alma Sadé | (c) Gert Weigelt
Castor et Pollux
Jean-Philippe Rameau
Opernhaus Düsseldorf
Donnerstag, 02. Februar 2012
19:30 - 22:30 Uhr
Dauer: ca. 3 Stunden, eine Pause
14,50 - 67,50 € Abo.+50
Dauer: ca. 3 Stunden, eine Pause
„Amor vincit omnia“ – „Die Liebe siegt über alles“ – sogar über den Tod. Dieser ewige Menschheitstraum lieferte immer wieder die Initialzündung für die großen Themen der Theaterbühne. Jean-Philippe Rameau (1683–1764) brachte in seiner 1737 komponierten Tragédie mise en musique „Castor et Pollux“ den antiken Mythos einer ebenso bedingungs- wie selbstlosen Bruderliebe auf die Bühne.
Ausgangspunkt der Handlung ist ein kompliziertes Netz aus Liebes- und Rachegefühlen. Die Zwillinge Castor und Pollux sind Söhne der Leda, haben aber verschiedene Väter. Pollux stammt von Jupiter ab und ist – anders als sein Bruder – deshalb unsterblich. Castor wollte Télaïre heiraten, wurde jedoch im Kampf von seinem Rivalen in der Liebe Lynkeus getötet. Pollux rächt nun den Tod des Bruders – und begehrt zugleich aber dessen Braut, was wiederum Phébé, die ebenfalls in Pollux verliebt ist, vor Eifersucht rasen lässt. Durch ihr eindringliches Bitten kann Télaïre Pollux überreden, Jupiter zu bitten, Castor ins Leben zurück zu holen. Jupiter stimmt unter einer Bedingung zu: Pollux muss den Platz seines Bruders in der Unterwelt einnehmen. Trotz der Versuche Phébés und der höllischen Dämonen, ihn davon abzuhalten, dringt Pollux in das Reich der Toten ein. Castor akzeptiert das Opfer seines Bruders – allerdings nur für einen Tag: Nur einmal noch will er Télaïre sehen, um Abschied für immer zu nehmen. Jupiter ist von dieser brüderlichen Liebe so gerührt, dass er schließlich auch Castor das ewige Leben schenkt, und die Brüder als Sternbild der Zwillinge gemeinsam mit Télaïre in den Himmel entrückt. Phébé begeht verzweifelt Selbstmord.



Send-A-Friend

 
E-Mail Adresse des Absenders*
Name des Absenders*
E-Mail Adresse des Empfängers*

Nachricht:
» Absenden