Boris Statsenko (Scarpia), Morenike Fadayomi (Tosca) | (c) Hans Jörg Michel
Tosca
Giacomo Puccini
Theater Duisburg
Freitag, 30. Dezember 2011
19:30 - 22:00 Uhr
Dauer: ca. 2 1/2 Stunden, eine Pause
18,10 - 62,80 € Abo.+N
Dauer: ca. 2 1/2 Stunden, eine Pause
Die berühmte Sängerin Floria Tosca glaubt, im römischen Polizeistaat des Barons Scarpia nur für ihre Kunst leben zu können. Politische Opposition oder gar Revolution liegen ihr fern. Erst als der Maler Cavaradossi, ihr Geliebter, angeklagt wird, den ehemaligen Konsul Angelotti versteckt zu halten, wird sie in die politischen Machenschaften des Polizeichefs verstrickt. Scarpia begehrt Tosca seit langem und benutzt ihre Angst um den Geliebten, um sie zu erpressen: Wenn sie Cavaradossi vor der Hinrichtung bewahren will, muss sie sich dem Baron hingeben. Zum Schein geht Tosca auf den Handel ein, aber als Scarpia sie vergewaltigen will, ersticht sie ihn. Jetzt scheint der Weg in die Freiheit für Cavaradossi und Tosca offen zu stehen, doch Scarpias Macht reicht über seinen Tod hinaus.

Giacomo Puccini (1858–1924) schrieb seine Oper 1889 nach dem Drama „La Tosca“ des französischen Schriftstellers Victorien Sardou. „Quäle die Heldin“ nannte dieser das Rezept seines Erfolges. Puccini übernahm dieses Rezept in der Konzeption seiner Oper, auch wenn er seine Heldin zunächst im Wahnsinn enden lassen wollte und nicht wie Sardou im Tod, der ihm zu hart erschien.

Regisseur Dietrich Hilsdorf treibt den Aspekt der psychischen Folter Toscas durch Scarpia auf die Spitze. Durch diese Qualen verfällt die Sängerin schließlich dem Wahnsinn, den Puccini einst für sie vorgesehen hatte: Tosca kann nicht mehr zwischen Realität und Fiktion unterscheiden. Getreu dem Zitat aus dem Libretto „Nie war Tosca auf der Bühne tragischer“ zeigen Hilsdorf und sein Bühnenbildner Johannes Leiacker in der Konfrontation der eifersüchtig-liebenden Sängerin mit Scarpias Polizeistaat einen „realistischen Psychokrimi“ (Ulrich Schreiber), der an atmosphärischer Spannung kaum zu überbieten ist.


 
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Giacomo Puccini

TOSCA
Melodramma in drei Akten
Libretto von Luigi Illica und Giuseppe Giacosa
 
In italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln
 

Musikalische Leitung Enrico Dovico
Inszenierung Dietrich Hilsdorf
Bühne und Kostüme Johannes Leiacker
Chorleitung Christoph Kurig
Kinderchorleitung Petra Verhoeven
Dramaturgie Cornelia Dr. Preissinger
 
Tosca Morenike Fadayomi
Cavaradossi Gustavo Porta
Scarpia John Wegner
Angelotti Günes Gürle
Sagrestano Daniel Djambazian
Spoletta Florian Simson
Sciarrone Lukasz Konieczny
Chor Chor der Deutschen Oper am Rhein
Orchester Duisburger Philharmoniker
 

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