|
Dialogues des Carmélites
Francis Poulenc
|
Dauer: ca. 3 Stunden, eine Pause
Als Francis Poulencs (1899–1963) Oper „Dialogues des Carmélites“ 1957 an der Mailänder Scala uraufgeführt wird, hat die Geschichte der 16 Märtyrerinnen von Compiègne, die am 17. Juli 1794 auf der Place de la Révolution unter der Guillotine starben, bereits mehrere Stadien der Überlieferung durchlaufen. Für Gertrud von Le Fort diente sie 1931 in ihrer Novelle „Die Letzte am Schafott“ als Folie für die Geschichte der jungen Adeligen Blanche de la Force, die seit ihrer Kindheit an existenzieller Angst leidet und schließlich in die Ordensgemeinschaft der Karmelitinnen flüchtet, in der Hoffnung, dort zur Ruhe zu finden. Doch weder sich selbst noch der Realität der Französischen Revolution kann sie hier entkommen: Das Kloster wird geplündert, die Nonnen verhaftet und schließlich zum Tode unter der Guillotine verurteilt. In ihrer Todesangst flieht Blanche zunächst, bevor sie schließlich die Kraft aufbringt, ihren Schwestern aufs Schafott zu folgen.
Die Geschichte der Märtyrerinnen von Compiègne taucht in der Kunst auf, wenn sich ein totalitäres Regime abzeichnet – wie bei Le Fort 1931 kurz vor der Machtergreifung der Nationalsozialisten – oder nachdem ein solches die moralischen Stützen einer Gesellschaft zum Einsturz gebracht hat wie bei Georges Bernanos 1947. Bernanos´ ursprünglich für eine Verfilmung des Stoffes gedachten Dialoge waren für Poulenc Ausgangspunkt seiner Oper.
Die Inszenierung des renommierten flämischen Regisseurs Guy Joosten, die in der vergangenen Saison in Düsseldorf Premiere feierte, ist jetzt auch im Theater Duisburg zu erleben.
„Großartiges Musiktheater bietet die Deutsche Oper am Rhein mit ihrer jüngsten Produktion. […] Die Bühne ist ein verschwiegener, hermetischer Umraum gegen die Bedrohung durch frivolen Unglauben. Das Schwarz-Weiß der Nonnentracht macht Johannes Leiacker klug zu den Grundfarben der Bühne; am Ende wird der Boden der Todeszelle ein kleines, weiß gekälktes Geviert sein, das die frommen Frauen wie in einen Pferch zwingt. Regisseur Guy Joosten begleitet Leiackers Konzentration auf räumlich stille Verwandlungen von Symbolen ingeniös.“
Wolfram Goertz, Rheinische Post
Unsere Opernscouts haben die Premiere von "Dialogues des Carmélites" besucht. Diese ganz persönlichen Eindrücke gibt es ab sofort zum herunterladen und nachlesen in unserem Downloadbereich .
***
Francis Poulenc
DIALOGUES DES CARMÉLITES
Opéra in drei Akten und zwölf Bildern
Libretto vom Komponisten nach dem gleichnamigen Drama von Georges Bernanos
In französischer Sprache mit deutschen Übertiteln
Musikalische Leitung Axel Kober
Inszenierung Guy Joosten
Bühne und Kostüme Johannes Leiacker
Licht Manfred Voss
Chorleitung Christoph Kurig
Produktionsdramaturg Luc Joosten
Dramaturgie Bernhard F. Loges
Marquis de la Force John Wegner
Blanche Anett Fritsch
Chevalier Corby Welch
Madame de Croissy, Priorin Marie-Ange Todorovitch
Madame Lidoine, neue Priorin Helen Lyons
Mère Marie Jeanne Piland
Soeur Constance Iulia Elena Surdu
Mère Jeanne Katarzyna Kuncio
Soeur Mathilde Maria Kataeva
Beichtvater Bruce Rankin
Erster Kommissar Florian Simson
Zweiter Kommissar Lukasz Konieczny
Offizier Daniel Djambazian
Kerkermeister Dmitry Lavrov
Thierry Dmitry Lavrov
Monsieur Javelinot Manfred Klee
Chor Chor der Deutschen Oper am Rhein
Orchester Düsseldorfer Symphoniker
Die Geschichte der Märtyrerinnen von Compiègne taucht in der Kunst auf, wenn sich ein totalitäres Regime abzeichnet – wie bei Le Fort 1931 kurz vor der Machtergreifung der Nationalsozialisten – oder nachdem ein solches die moralischen Stützen einer Gesellschaft zum Einsturz gebracht hat wie bei Georges Bernanos 1947. Bernanos´ ursprünglich für eine Verfilmung des Stoffes gedachten Dialoge waren für Poulenc Ausgangspunkt seiner Oper.
Die Inszenierung des renommierten flämischen Regisseurs Guy Joosten, die in der vergangenen Saison in Düsseldorf Premiere feierte, ist jetzt auch im Theater Duisburg zu erleben.
„Großartiges Musiktheater bietet die Deutsche Oper am Rhein mit ihrer jüngsten Produktion. […] Die Bühne ist ein verschwiegener, hermetischer Umraum gegen die Bedrohung durch frivolen Unglauben. Das Schwarz-Weiß der Nonnentracht macht Johannes Leiacker klug zu den Grundfarben der Bühne; am Ende wird der Boden der Todeszelle ein kleines, weiß gekälktes Geviert sein, das die frommen Frauen wie in einen Pferch zwingt. Regisseur Guy Joosten begleitet Leiackers Konzentration auf räumlich stille Verwandlungen von Symbolen ingeniös.“
Wolfram Goertz, Rheinische Post
Unsere Opernscouts haben die Premiere von "Dialogues des Carmélites" besucht. Diese ganz persönlichen Eindrücke gibt es ab sofort zum herunterladen und nachlesen in unserem Downloadbereich .
***
Francis Poulenc
DIALOGUES DES CARMÉLITES
Opéra in drei Akten und zwölf Bildern
Libretto vom Komponisten nach dem gleichnamigen Drama von Georges Bernanos
In französischer Sprache mit deutschen Übertiteln
Musikalische Leitung Axel Kober
Inszenierung Guy Joosten
Bühne und Kostüme Johannes Leiacker
Licht Manfred Voss
Chorleitung Christoph Kurig
Produktionsdramaturg Luc Joosten
Dramaturgie Bernhard F. Loges
Marquis de la Force John Wegner
Blanche Anett Fritsch
Chevalier Corby Welch
Madame de Croissy, Priorin Marie-Ange Todorovitch
Madame Lidoine, neue Priorin Helen Lyons
Mère Marie Jeanne Piland
Soeur Constance Iulia Elena Surdu
Mère Jeanne Katarzyna Kuncio
Soeur Mathilde Maria Kataeva
Beichtvater Bruce Rankin
Erster Kommissar Florian Simson
Zweiter Kommissar Lukasz Konieczny
Offizier Daniel Djambazian
Kerkermeister Dmitry Lavrov
Thierry Dmitry Lavrov
Monsieur Javelinot Manfred Klee
Chor Chor der Deutschen Oper am Rhein
Orchester Düsseldorfer Symphoniker

























