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Mörder Kaspar Brand
Anno Schreier
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Central - In der alten Paketpost
Sonntag, 24. Juni 2012 18:30 - 19:45 Uhr |
Ein Mann führt einen anderen Mann in seinen Keller, um ihn dort von einem Fass edlen Weines kosten zu lassen. Doch in der Tiefe des Gewölbes angelangt, lässt er ihn unter einem Vorwand allein weitergehen und mauert ihn bei lebendigem Leibe ein. „In pace requiescat!“ – sind die letzten Worte der Kurzgeschichte „The Cask of Amontillado“ von Edgar Allan Poe. Die Figurenkonstellation, wesentliche Charaktereigenschaften der beiden Protagonisten und ihre Lebenssituation – der Ich-Erzähler erträgt die Überheblichkeit seines späteren Opfers nicht mehr – bilden den Ausgangspunkt für Philipp J. Neumanns und Anno Schreiers Musiktheater. „Mörder Kaspar Brand“ gibt Einblicke in die Psyche eines Mörders. Die zentrale Frage des Stückes ist jedoch nicht „Wie wird ein Mensch zum Mörder?“, sondern vielmehr „Zu welchem Mensch wird der Mörder?“ Wie verändert sich eine „normale“ Person, nachdem sie das Leben einer anderen vorsätzlich beendet hat?
Der Restaurantbesitzer Kaspar Brand wird in einer außergewöhnlichen Stresssituation zum Mörder. Mord erscheint ihm die einzig logische Konsequenz auf seinen von brennender Eifersucht entfachten Verdacht, sein erfolgreicher Konkurrent Sandelmann und seine Ehefrau Nadja hätten ein Verhältnis miteinander. Die Erregung vor und während der Tat gibt Brand den nötigen Energieschub für den Mord. Doch danach kämpfen Schuldbewusstsein und unterbewusste Schutzmechanismen gegeneinander, der Täter entwickelt eine Art Schutz-Paranoia, entfernt sich innerlich immer weiter von seiner Tat, es entwickelt sich ein „psychedelisches“ Wechselspiel irgendwo zwischen Wahrheit und Trugbild …
Der 31-jährige Anno Schreier studierte u.a. in Düsseldorf bei Manfred Trojahn und ist einer der erfolgreichsten Komponisten seiner Generation. Er machte 2006 mit „Kein Ort. Nirgends“ nach Christa Wolf am Staatstheater Mainz als Opernkomponist auf sich aufmerksam, es folgten einige Kurzopern, und im November 2011 kommt am Opernhaus Zürich „Die Stadt der Blinden“ nach dem Roman des Nobelpreisträgers José Saramago heraus. Der Leipziger Librettist, Regisseur und Filmemacher Philipp J. Neumann realisierte bereits zahlreiche Projekte mit Neuer Musik, zuletzt im Rahmen des internationalen Festivals euro-scene Leipzig „Prophezeiung 20/11“.
In deutscher Sprache
Musikalische Leitung Wen-Pin Chien
Inszenierung und Bühne Philipp J. Neumann
Kostüme Karoline Schreiber
Licht Volker Weinhart
Chorleitung Markus Fohr
Dramaturgie Bernhard F. Loges
Kaspar Brand James Bobby
Nadja Brand Anke Krabbe
Moritz Sandelmann Richard Sveda
Novize Iryna Vakula
Bühler David Jerusalem
Rosen Ovidiu Purcel
Chor Kammerchor der Robert Schumann Musikhochschule
Orchester Düsseldorfer Symphoniker
Der Restaurantbesitzer Kaspar Brand wird in einer außergewöhnlichen Stresssituation zum Mörder. Mord erscheint ihm die einzig logische Konsequenz auf seinen von brennender Eifersucht entfachten Verdacht, sein erfolgreicher Konkurrent Sandelmann und seine Ehefrau Nadja hätten ein Verhältnis miteinander. Die Erregung vor und während der Tat gibt Brand den nötigen Energieschub für den Mord. Doch danach kämpfen Schuldbewusstsein und unterbewusste Schutzmechanismen gegeneinander, der Täter entwickelt eine Art Schutz-Paranoia, entfernt sich innerlich immer weiter von seiner Tat, es entwickelt sich ein „psychedelisches“ Wechselspiel irgendwo zwischen Wahrheit und Trugbild …
Der 31-jährige Anno Schreier studierte u.a. in Düsseldorf bei Manfred Trojahn und ist einer der erfolgreichsten Komponisten seiner Generation. Er machte 2006 mit „Kein Ort. Nirgends“ nach Christa Wolf am Staatstheater Mainz als Opernkomponist auf sich aufmerksam, es folgten einige Kurzopern, und im November 2011 kommt am Opernhaus Zürich „Die Stadt der Blinden“ nach dem Roman des Nobelpreisträgers José Saramago heraus. Der Leipziger Librettist, Regisseur und Filmemacher Philipp J. Neumann realisierte bereits zahlreiche Projekte mit Neuer Musik, zuletzt im Rahmen des internationalen Festivals euro-scene Leipzig „Prophezeiung 20/11“.
In deutscher Sprache
Musikalische Leitung Wen-Pin Chien
Inszenierung und Bühne Philipp J. Neumann
Kostüme Karoline Schreiber
Licht Volker Weinhart
Chorleitung Markus Fohr
Dramaturgie Bernhard F. Loges
Kaspar Brand James Bobby
Nadja Brand Anke Krabbe
Moritz Sandelmann Richard Sveda
Novize Iryna Vakula
Bühler David Jerusalem
Rosen Ovidiu Purcel
Chor Kammerchor der Robert Schumann Musikhochschule
Orchester Düsseldorfer Symphoniker











