Richard Šveda (Don Giovanni) | (c) Hans Jörg Michel
Don Giovanni
Wolfgang Amadeus Mozart
Premiere
Dauer: ca. 3 1/4 Stunden, eine Pause
Dauer: ca. 3 1/4 Stunden, eine Pause
„Er ist ein Don Juan“ – wer diesen Ruf besitzt, der gilt als Frauenheld, Verführer, als einer, den man beargwöhnt und dem dennoch niemand widerstehen kann. Im mittelalterlichen Spanien als Wüstling und gewissenloser Frauenjäger verteufelt, durchwanderte Don Juan als fiktive Figur seit seiner Dramatisierung in Tirso de Molinas „Don Juan oder Der Verführer von Sevilla und der steinerne Gast“ die Literatur aller folgenden Zeiten. Don Juan wurde zu einer Legende, die erotische Phantasien freisetzt und zugleich Moralapostel auf den Plan ruft, die sich weniger an den sexuellen Ausschweifungen stoßen als an dem Freigeist, den Don Juan verkörpert. Er kennt als Ziel nur den grenzenlosen Lebensgenuss und fürchtet weder weltliche noch göttliche Strafgerichte.

Eros und Vanitas sind die existenziellen Themen, die auch Wolfgang Amadeus Mozart (1756-1791)und sein Librettist Lorenzo da Ponte in ihrer Oper „Don Giovanni“ berühren. Ihr Lebemann zeigt sich skrupellos agil, wenn er in das Schlafzimmer der schönen Donna Anna eindringt, ihren Vater, den Komtur, im Affekt tötet, seine Ehegefährtin Donna Elvira täuscht und das Bauernmädchen Zerlina verführt. Aber erst durch die Herausforderung der steinernen Komturstatue und durch die Weigerung, seine Sünden zu bereuen, ist diesem Don Giovanni die Höllenfahrt sicher. Ein trotziges „No!“ ist sein letztes Wort, bevor er mit Theaterdonner und -qualm für seine Unbeugsamkeit und Reuelosigkeit bestraft wird und diejenigen, die darüber scheinbar Genugtuung empfinden, in der Leere und Fadheit ihres Alltagslebens zurücklässt.

Karoline Gruber, die mit der französischen Barockoper „Platée“ von Jean-Philippe Rameau ihren erfolgreichen Einstand an der Deutschen Oper am Rhein gab, ist diesem Don-Juan-Phänomen nachgegangen. Ihre Inszenierung entstand in Kooperation mit der Tokyo Nikikai Opera Foundation, war zum Ende der Spielzeit 2011/12 bereits in Duisburg zu erleben und hat nun auch im Opernhaus Düsseldorf Premiere.


In Kooperation mit der Tokyo Nikikai Opera Foundation

 
***
Dramma giocoso in zwei Akten KV 527
Libretto von Lorenzo da Ponte
Prager Fassung

 
In italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln
 

Musikalische Leitung Friedemann Layer / Ralf Lange / Wen-Pin Chien
Inszenierung Karoline Gruber
Bühne Roy Spahn
Kostüme Mechthild Seipel
Chorleitung Gerhard Michalski
Licht Franz-Xaver Schaffer
Dramaturgie Alexander Meier-Dörzenbach
 
Don Giovanni Richard Sveda / Laimonas Pautienius
Donna Anna Liana Aleksanyan / Heidi Elisabeth Meier / Serena Farnocchia
Don Ottavio Jussi Myllys / Emilio Pons
Komtur Hans-Peter König / Thorsten Grümbel / Roman Polisadov
Donna Elvira Brigitta Kele / Romana Noack
Leporello Günes Gürle / Adam Palka
Masetto David Jerusalem / Torben Jürgens / Lukasz Konieczny
Zerlina Iulia Elena Surdu / Alma Sadé / Julia Giebel
Chor Chor der Deutschen Oper am Rhein
Orchester Düsseldorfer Symphoniker
 

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